Gastaussteller Sandra Schmedemann-Info

Zarter Frühsommer

Porzellan in der FEINART im Alexandrinenhof Bad Doberan


Bis zum 02.06.2018 stellt die FEINART Ateliergemeinschaft Porzellan der Diplom-Designerin Sandra Schmedemann aus. Die gebürtige Mecklenburgerin hat nach einer Ausbildung zum Keramiker mit Meisterabschluss in Mölln in Halle an der Kunsthochschule Burg Giebichen-stein Industriedesign mit dem Schwerpunkt Keramik und Glas studiert. Seit 2009 ist sie mit ihrem Porzellanstudio in Rostock tätig und ständig im Artquarium vertreten. Schwerpunkt ihrer Arbeiten ist gegossenes Gebrauchsgeschirr. Daneben entstehen freie Objekte, wie sie beispielsweise zur Zeit in der Societät Rostock zu sehen sind. "Ich bin sehr dem Gefäß verhaftet, auch wenn dieses seine Funktion im Gestaltungsprozeß manchmal aufgibt." Frühsommer titelt die Ausstellung in der FEINART. Das Porzellan hier wirkt leicht, kühl und klar, freundlich, frisch und jung. Sandra Schmedemann zeigt u.a. Ausschnitte ihrer Serie Wunderland. Beim Anblick der Espressoschälchen, Rautenbecher, Wellentellerchen und Muffinförmchen fühlt man sich an die traumhafte Tafel der Alice im Wunderland versetzt. "Facetten, Rauten, altbekannte Formen und Schliffe, Goldrand, Lüster in Platin, Pastelltöne und edles Weiß sind Erinnerungen an frühere Zeiten, Kindheit und Märchenwelten. Wunderland transformiert Vergangenes in erfrischender Weise in neue Kontexte." sagt die Künstlerin. Daneben gibt es eine Serie fröhlicher kleiner Kugelvasen in Pastelltönen und Weiß. Sie sind einfarbig oder mit flüchtigen Kritzeleien versehen, die wie zufällig mit Bleistift und Aquarellfarbe aufgebrachte Blütendekore wirken. Überrascht wird, wer die Kollektion von Strandsteindöschen betrachtet. Abgeformt von glatten Ostseesteinen sind sie diesen von außen sehr ähnlich, schlicht und unscheinbar. Von innen detailreich bemalt, sind sie nicht nur ein Ort für die Aufbewahrung kleiner Kostbarkeiten sondern selbst eine Pretiose. Ein Ensemble japanisch anmutender zylindrischer Gefäße rundet die Ausstellung ab. Sie sind mattweiß, mit lockerem gestischem Pinselstrich in Schwarz und Blau frei bemalt. Edle Goldakzente betonen ihre majestätische Besonderheit.

Übrigens gibt es im Alexandrinenhof seit Kurzem etwas Neues: Die kleine Galerie. Keramiker Rainer Finck und Metallgestalter Bernd Kirchner haben bis auf Montag die gleichen Öffnungszeiten wie die FEINART.

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